Psychologie

Die Arbeitsgruppe Translationale Rehabilitationsforschung befasst sich mit der Weiterentwicklung, Implementierung und wissenschaftlichen Evaluation moderner, ärztlich geführter (physician-led) Rehabilitationsansätze. Ziel ist es, rehabilitative Versorgung stärker evidenzbasiert, patientenzentriert und implementierungsorientiert auszurichten. Die Arbeitsgruppe ist an der Schnittstelle von klinischer Rehabilitation, Psychosomatik und angewandter Physiologie angesiedelt und arbeitet eng mit der rehabilitativen Routineversorgung zusammen.

Ansprechpartner

Dr.
Martin Offenbächer 

Arbeitsansätze und Prinzipien

  • Physician-led rehabilitation: Ärztliche Steuerung komplexer Rehabilitationsprozesse unter enger Einbindung multiprofessioneller Teams.
  • Klinische Verankerung: Alle Projekte sind direkt in die rehabilitative Routine eingebettet.
  • Translationale Ausrichtung: Fokus auf Überführung bestehender Evidenz in umsetzbare Versorgungsmodelle.
  • ICF-basierter Rahmen: Struktur, Funktion, Aktivität, Partizipation sowie Kontextfaktoren bilden die konzeptionelle Grundlage.

Thematische Schwerpunkte

  • Mentale Gesundheit und Gesundheitsförderung in der Rehabilitation
  • Sarkopenie und muskuloskelettale Funktion
  • Geschlechtssensible Rehabilitation
  • Translationale Therapieentwicklung und Pilotprojekte
  • Regulation, autonome Funktionen und Brain–Gut-Muskel-Achse in der Rehabilitation

Internationales Forschungsnetzwerk und Gastforscher*innen

Die Arbeitsgruppe arbeitet eng mit einem internationalen Netzwerk ausgewiesener Expert*innen zusammen, die als Gastforscher*innen in spezifische Entwicklungsprojekte und Schwerpunkte eingebunden sind:

  • Prof. Dr. Christian Hanshans (Hochschule München, Deutschland): Experte für Medizintechnik, künstliche Intelligenz und digitale Entwicklung. Er unterstützt die Arbeitsgruppe im Schwerpunkt Sarkopenie und muskuloskelettale Funktion, insbesondere bei der Entwicklung strukturierter, KI-gestützter Assessments und bildgebender Verfahren.
  • Prof. Dr. Gabriel Diaz Rodrigues (Universidade Federal Fluminense, Brasilien): Spezialist für Herzratenvariabilität (HRV) und das autonome Nervensystem. Seine Expertise fließt zentral in den Schwerpunkt Regulation und autonome Funktionen ein, um die physiologischen Wirkmechanismen rehabilitativer Interventionen messbar zu machen.
  • Dr.in Maria Chiara Maccarone (Universität Padua, Italien): Expertin für physikalische Medizin und Rehabilitation mit Forschungsschwerpunkt in der Balneotherapie und rheumatologischen Rehabilitation. Sie bildet eine wichtige Brücke zur Universität Padua und stärkt die translationale Therapieentwicklung.
  • Dr. Goda Camille Mickeviciute (Klaipėda University Hospital, Litauen): Fachärztin und Forscherin im Bereich der physikalischen Medizin und Rehabilitation mit Fokus auf innovative Rehabilitationsansätze und Sarkopenie. Sie unterstützt die Arbeitsgruppe bei der Implementierung und Evaluation neuer Versorgungsmodelle.

Unser Projekt

Psychosoziale Versorgung während der COVID-19-Pandemie in der Akutversorgung durch Konsil-Dienste – eine Online-Umfrage

  • Die COVID-19-Pandemie stellte und stellt Psychosomatische, Psychiatrische und Psychologische Konsiliar- und Liaisondienste („K&L“) in Krankenhäusern der Akutversorgung vor neue Herausforderungen in der Unterstützung von Patient*innen, Angehörigen und Mitarbeitenden. Ziel ist es, die bislang gemachten Erfahrungen für eine Bilanzierung zu nützen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. 
  • Laufzeit: seit 2020
  • Projektpartner*innen: Universitätsspital Basel, Klinik für Psychosomatik; Universitätsklinikum Köln, Klinik und Poliklinik für Psychosomatik und Psychotherapie; Klinikum Nürnberg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität Nürnberg, Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.